Ein Kredit aufzunehmen kann manchmal unumgänglich sein. Sinnvoll erscheint der Einsatz von geliehenem Geld beispielsweise, wenn in die Modernisierung der eigenen Immobile investiert werden muss, um den Wert der Immobilie zu erhalten oder noch zu steigern. Es kann auch einmal interessant sein, Fremdkapital aufzunehmen und dadurch ein günstiges Schnäppchen zu sichern, das nur kurze Zeit verfügbar ist. Wenn unvorhersehbare Ausgaben den Einzelnen treffen, wie z. B. eine teure Autoreparatur oder eine hohe Steuernachzahlung, dann können Kredite unumgänglich werden.

Grundsätzlich darf man nicht von einer Kreditaufnahme abraten, denn die privaten oder geschäftlichen Bedingungen können diese einfach notwendig machen. Trotzdem müssen die Verbraucher ein hohes Maß an Eigenverantwortung übernehmen, wenn auch die Banken mit zinsgünstigen Krediten locken und manche Anschaffungen damit möglich wären. Der Bankkunde muss also genau kalkulieren, was er sich auf Dauer leisten kann, damit er sich nicht in eine fatale Verschuldungsspirale begibt.

Wie aus den Medien zu erfahren ist, wächst die Zahl der privaten Insolvenzen seit Jahren. Es kann Leichtsinn oder Arglosigkeit dahinter stecken, die in die Verschuldung geführt haben oder persönliche Schicksalsschläge sind eingetroffen, die keinesfalls vorhersehbar waren. So sind heutzutage Arbeitslosigkeit, Krankheit und Scheidung die größten Risikofaktoren. Trotzdem muss man bedenken, dass jede Kreditaufnahme schließlich ein Restrisiko beinhaltet.

Um die Kreditzinsen so niedrig wie möglich zu halten, sollte man auf einen Dispositionskredit möglichst verzichten oder nur nutzen, um kurzfristige Liquiditätsengpässe zu überbrücken. Ein Vergleich der verschiedenen Konditionen vor der Kreditaufnahme lässt den einen oder anderen Euro sparen.